Musica

Musica
Produktivität:
4
Geschmack:
3
Frühzeitigkeit:
3
Krankheitsresistenz:
4
Haltbarkeit:
4
Festigkeit:
4

Musica ist eine Spätsorte mit der besonderen Eigenschaft, dass sie besonders schmackhafte, orangenrote Früchte erzeugt. Die Erdbeeren haben zudem eine schöne Form, sind groß, ziemlich fest und glänzend. Die Ernte ist im Schnitt 7 bis 10 Tage später als bei der Sonata. Diese späte, einmal tragende Sorte ist für den normalen Anbau und Frigoanbau in Deutschland und Skandinavien, wo sie als Alternative zur Florence angebaut werden kann, geeignet. Die Musica ist vor allem für Anbauer mit Hofverkauf, für kurze Verkaufsketten und für Selbstpflückunternehmen geeignet.

Eigenschaften Musica
• Spätsorte
• Feste Früchte
• Angenehmes Erdbeeraroma
• Schöne, orangenrote Früchte

Blüte und Erntezeit
Die Musica erzeugt Blüten guter Qualität. Die Blüten sind grob und erzeugen viel Blütenstaub, wodurch der Prozentsatz verkrüppelter Früchte gering ist. Die ersten Früchte sind manchmal grob und können furchig sein. Die Blüte ist deutlich später als bei der Sonata und ähnlich wie bei der Florence. Die Anzahl Blüten pro Traube ist gering, dies wird aber meist dadurch ausgeglichen, dass die Musica mehr Fruchtansatz erzeugt. Dies ergibt meist eine gute Ernteverteilung und eine ziemlich lange Erntezeit. Die Trauben sind ausreichend lang, wodurch man die Früchte beim Pflücken gut sehen kann. Die Stiele der primären Früchte sind oft etwas zäh. Später wird das Pflücken leichter, mit Sicherheit so gut wie bei der Florence. Durch das hohe Fruchtgewicht und die relativ beschränkte Sortierarbeit sind die Erntekosten nicht besonders hoch.
 
Fruchtqualität
Die großen, kegelförmigen Früchte der
Musica haben ein angenehmes Erdbeeraroma. Die Textur ist gut. Die Früchte sind uniform, fester und weniger anfällig als die der Florence. Durch die lange Reifezeit ist das durchschnittliche Fruchtgewicht erheblich höher als bei der Sonata und auch besser als bei der Florence. Druckstellen sind sichtbar, kommen aber wenig vor, wenn die Früchte richtig und zur richtigen Zeit gepflückt werden. Zudem färben die Früchte nur allmählich nach. Dadurch können sie auch einen Tag länger hängen bleiben. Die Erdbeeren sind meist ziemlich regenfest.
 
Produktivität
Der Ertrag der Musica ist im Schnitt erheblich höher als bei der Sonata (125%), in manchen Jahren kann der Ertrag aber auch ein wenig enttäuschend sein (90% des Ertrages der Sonata). Die Pflanze erfordert wenig Arbeitsaufwand, da sie ein starkes und hochstämmiges Gewächs erzeugt.
 
Anfälligkeit für Krankheiten
Die Musica erzeugt ein robustes, ein wenig unregelmäßiges und ziemlich kräftiges Gewächs. Am Ende der Ernte kann dennoch etwas Mehltau im Gewächs vorkommen. Im Allgemeinen ist dies weniger als bei der Elsanta, aber doch mehr als bei der Sonata. Die Anfälligkeit für Phytophthora cactorum ist ähnlich wie bei der Elsanta. Die Musica ist jedoch anfälliger für Fruchtfäule (Botrytis cinerea), möglicherweise auch durch die lange Blütezeit. Über die Anfälligkeit für andere Krankheiten (Verticillium dahliae, Xanthomonas fragariae und Colletotrichum acutatum) ist noch wenig bekannt. In den Tests wurden diese Krankheiten bislang nicht festgestellt.

 

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